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Leo Tolstoi
November 1810, ist Leo Tolstoi gestorben. Der große russische Schriftsteller gilt auch als Pazifist, als Prophet, Anarchist und ...weiter unter diesem Link
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Jacques Cousteau
Jacques Cousteau – Ozeanforscher und Tierquäler Mit seinen Filmen wurde Jacques-Yves Cousteau weltberühmt. Doch auch als Tierquäler und Atomtest-Befürworter sorgte er für Aufsehen. Eigentlich wollte er Luftschiffer werden. Aber ein schwerer Autounfall machte ihm einen Strich durch seine Pilotenpläne. Jacques-Yves Cousteau (1910-1997), geboren vor 100 Jahren, machte statt der Luft das Wasser zu seinem Element und wurde einer der berühmtesten Meeresforscher des 20. Jahrhunderts. Dabei war ihm als Schüler das Schwimmen wegen seiner schwächlichen Konstitution untersagt worden. Doch er liebte das Meer und experimentierte schon früh mit Unterwasser-Kameras und Atemgeräten. „Die beste Weise, Fische zu beobachten, besteht darin, selber zum Fisch zu werden“, sagte er später. Am 11. Juni 1910 als Sohn eines Rechtsanwalts in Saint-André-de-Cubzac nahe Bordeaux geboren, besuchte Cousteau zunächst die Marineschule in Brest und trat in die französische Kriegsmarine ein, die er 1956 als Korvettenkapitän verließ. Damals hatte er bereits einen Weltrekord im Freitauchen aufgestellt: 1947 war Cousteau ohne Hilfe bis in eine Tiefe von 91,5 Meter vorgedrungen Er bastelte immer noch gern. Und er forschte – nicht nur als Spion gegen die italienische Marine. 1946 hatte Cousteau ein Atemgerät, das der österreichische Meeresforscher Hans Hass entworfen hatte, zur „Aqualunge“ weiterentwickelt. Die Taucher der Marine verdankten ihm auch den ersten Scooter, ein motorisiertes Fortbewegungsmittel unter Wasser.1950 erhielt Cousteau ein ausgemustertes englisches Minenräumschiff und rüstete es zur Forschungsstation auf. „Calypso“ taufte er es, nach der Nymphe in der „Odyssee“. Seine Expeditionen verarbeitete der „Nachfahre Noahs“, wie ihn die französische Presse nannte, in Büchern und Filmen. „Welt ohne Sonne“ erhielt einen Oscar als bester Dokumentarfilm. Das Werk „Die schweigende Welt“ realisierte er mit Louis Malle, es wurde mit der Goldenen Palme von Cannes ausgezeichnet. In Deutschland fesselte er das Fernsehpublikum 13 Jahre lang mit einer Serie über die „Geheimnisse des Meeres“. Dabei soll es nicht immer authentisch zugegangen sein, werfen ihm einige Biografen vor: massakrierte Haie, ein unter Drogen gesetzter Oktopus und andere Inszenierungstricks sollten der Sensationslust der Zuschauer entgegenkommen. Die seriöse Forschung nahm den Mann mit der roten Wollmütze als Markenzeichen nicht immer ernst. Viele sahen ihn als einen Besessenen mit asketischer Aura, der davon träumte, das Kontinentalschelf zu besiedeln und dafür Unterwasserhäuser in Serie bauen ließ. 1987 sprang er gar ins Wasser des Mururoa-Atolls, um zu beweisen, wie harmlos Frankreichs Atombomben strahlten. Die französische Armee hat Passagen aus seinem Gutachten zur Rechtfertigung der Atomtests zitiert. Gegen Jacques Chiracs Atomversuche hat er aber später dann protestiert. Seinen Kritikern zum Trotz wurde Cousteau zum Präsidenten der französischen Ozeanographischen Gesellschaft gewählt. Er war Mitglied der Académie Française, und die Franzosen kürten den populistischen Abenteurer in Umfragen zwischen 1988 und 1996 insgesamt zwanzig Mal zum beliebtesten Landsmann. In Monaco leitete Cousteau jahrzehntelang das Ozeanographische Museum. Er betrieb Museumsschiffe in Übersee, drehte mehr als hundert Filme und verfasste Dutzende Bücher. Die Erlöse aus Lizenzverträgen und Forschungsaufträgen flossen unter anderem in die wissenschaftliche Meeresforschung des „Centre d Études Marines Avancées“ in Marseille. 1973 gründete er in den USA die „Cousteau-Society“ zur Erforschung und zum Schutz der Meere. Mit zunehmendem Alter wandelte sich der einstige Mururoa-Schwimmer zu einem Umweltschützer und reiste mit Vorträgen zum Thema Überbevölkerung um die Welt.
Die legendäre „Calypso“ sank 1996 im Hafen von Singapur. Doch schon 1985 war Cousteau mit einem Rotorschiff, der „Alcyone“, in See gestochen. Sie ist noch immer im Auftrag der Cousteau-Society unterwegs. Seit dem Tod des Kapitäns am 25. Juni 1997 wird sie von seiner zweiten Ehefrau, Francine Triplet, geleitet. Sein ältester Sohn und designierter Nachfolger Philippe war 1979 mit dem eigenen Flugzeug abgestürzt.
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Johanna von Orléans
Am 6. Januar 1910 ist es der Erzbischof Touchet von Orléans, der im Namen zahlreicher französischer Kirchenfürsten als offizieller Antragsteller zur Heiligsprechung von Jeanne d’Arc fungiert, die als Jungfrau von Orléans in die Geschichte einging. Das waren auf den Tag genau 498 Jahre nach ihrer Geburt am 6. Januar 1412.
Nicht nur dass der 6. Januar der kirchliche Feiertag der Heiligen Drei Könige ist, nein, er ist auch in dieser zweifachen Hinsicht von Bedeutung für Jeanne d’Arc, die in Deutschland auch unter der Bezeichnung Johanna von Orléans bekannt ist. Während die freie Enzyklopädie Wikipedia sich nicht auf einen genauen Tag der Geburt festlegt, gibt es inzwischen aber gute geschichtshistorische und glaubwürdige Quellen, die den Dreikönigstag 1412 als Tag der Geburt bezeugen.
Jeanne d’Arc führte während des Hundertjährigen Krieges die Franzosen gegen die Engländer. Nur durch Verrat gelang es den mit den Engländern verbündeten Burgundern sie gefangen zu nehmen. Unter Vorsitz von Bischof Pierre Cauchon von Beauvais, der ebenfalls den Engländern nahe stand, wurde sie verurteilt und schließlich auf Befehl des Königs von England am 30. Mai 1431 auf dem Marktplatz der Stadt Rouen öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
25 Jahre später, im Jahr 1456, hob der Vatikan das Urteil nach einem Revisionsprozess auf. Jeanne d’Arc wurde zur Märtyrerin erklärt und stieg zur französischen Nationalheldin auf. Bereits am 18. April 1909 wurde sie von Papst Pius X. selig gesprochen. Nach dem durch Erzbischof Touchet von Orléans am 6. Januar 1910 gestellten Antrag auf Heiligsprechung sollte es noch gute 10 Jahre dauern, bis diese dann am 16. Mai 1920 durch Papst Benedikt XV. tatsächlich vorgenommen wurde. Der Tag ihres Gedenkens wurde auf den 30. Mai festgelegt.
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Automobil
Renault feiert in diesem Jahr in Deutschland seinen einhundertsten Geburtstag. Vor 100 Jahren, am 17. Oktober 1907, wurde in Berlin die „Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft” mit einem Grundkapital von 400.000 Reichsmark in das Handelsregister eingetragen. Die Gründung erfolgte durch Louis Renault und vier französische Kaufleute. Damit verfügte Renault über seine erste Tochtergesellschaft in Deutschland. Der erste Firmensitz und die Verkaufsräume befanden sich in der Mohrenstraße 22/23, direkt am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte.
Zum Verkaufsprogramm gehörten zunächst Luxuslimousinen, später dann auch mittlere Limousinen, Taxen, Busse und Nutzfahrzeuge. Neben einer Zweigniederlassung in Frankfurt hatte das Unternehmen Vertretungen in Aachen, Bonn, Coburg, Düsseldorf, Halle/Saale, Hamburg, Köln, Leipzig, Mainz, Metz (Lothringen), Mühlhausen (Elsass), Osnabrück und Straßburg (Elsass).
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Whisky
100 Jahre im Eis. Expedition sucht Whisky in der Antarktis Seit 100 Jahren stecken zwei Kisten schottischen Whiskys im Eis von Neuseeland. Die Entdecker Shackleton und Scott haben sie verbuddelt. Nun will eine Expedition den guten Schluck bergen. Die Flaschen sollen zu bleiben - dabei wären sie vermutlich noch genießbar.Sie waren die eiserne Ration von Lord Ernest Shackleton und Captain Robert Falcon Scott, die zwischen 1907 und 1909 vergeblich versucht hatten, den Südpol zu erreichen. Ein Jahrhundert später will Expeditionsleiter Al Fastier die Kisten mit dem guten alten Schluck aus dem Eis bohren. Bis Februar soll die Bergung glücken.
Der schottische Whisky-Verschnitt der Marke McKinlay wäre aller Wahrscheinlichkeit nach sogar noch genießbar, bestätigt Experte Bernard McGee: «Wenn keine Luft rangekommen ist, ist das wie bei 200 Jahre altem Bordeaux-Wein. Theoretisch dürfte der Whisky völlig in Ordnung sein, denn wenn er abgefüllt wird, erhält er seine Qualitäten in der Flasche», erklärt er im Gespräch mit news.de. Wenn man einen zehnjährigen Scotch in der Flasche kaufe und dann 20 Jahre lang liegenlasse, sei er deshalb auch kein 30, sondern weiterhin ein zehn Jahre alter Whisky.
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Schule
Schulregeln vor 100 Jahren
Alle Buben und Mädchen müssen die Schulregeln genau beachten:Jeder Schüler muss zur rechten Zeit kommen und in seiner Bank über seiner Tafel und den Büchern still und aufrecht sitzen. Dabei liegen die Hände geschlossen auf dem Tisch, der Rücken ist angelehnt und die Füße werden parallel nebeneinander auf den Boden gestellt.In der Schule und auf dem Schulhof ist kein Geschrei und Geschwätz gestattet.
Spielen, Plaudern, Lachen, Flüstern, Hin- und Herrücken, heimliches Lesen und neugieriges Herumgaffen dürfen nicht vorkommen.
Sämtliche Kinder schauen dem Lehrer fest ins Auge.
Das Melden geschieht bescheiden mit dem Finger der rechten Hand. Dabei wird der Ellbogen des rechten Armes in die linke Hand gestützt.
Beim Antworten hat sich das Kind rasch zu erheben, gerade zu stehen, dem Lehrer fest ins Auge zu schauen und in vollständigen Sätzen rein und laut zu sprechen.
In die Pausen gehen zuerst die Mädchen und dann die Buben. Wer gegen diese Regeln verstösst, soll den Stock des Schulmeisters zu spüren bekommen.
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Kaffeefilter
Vor 100 Jahren wurde der Melitta-Kaffeefilter erfunden.
Berlin - Mit einer alten Konservenbüchse und Löschpapier aus dem Schulheft von Sohn Willy löst die deutsche Hausfrau Melitta Bentz vor 100 Jahren eine kleine Weltrevolution aus: Sie erfindet den Kaffeefilter. Melitta Bentz erfand den ersten, seriell gefertigten Melitta-Kaffeefilter: 13 Zentimeter hoch war der Messingbehälter, der mit «Filtrierpapier» arbeitete. Am 20. Juni jährte sich zum 100. Mal der Tag, an dem das Kaiserliche Patentamt in Berlin Melitta Bentz, mit der Nummer 347895 Gebrauchsmusterschutz für den mit «Filtrierpapier» ausgelegten «Kaffeefilter mit nach unten gewölbtem, mit einem Abflussloch versehenem Boden und lose einliegendem Siebe» verleiht.
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Mellitta
Startkapital von 73 Pfennig. Amalie Auguste Melitta Bentz, die als «bemerkenswert hübsche», tatkräftige und pflichtbewusste Frau beschrieben wird, meldet mit 73 Pfennig Startkapital noch im selben Jahr mit ihrem Mann Hugo beim Dresdner Gewerbeamt ein «kaufmännisches Agentur- und Kommissionsgeschäft» an. 1936 wird der entscheidende Entwicklungsschritt zu den typischen Melitta-Schnellfiltern vollzogen. Der Filterkörper läuft unten schlitzförmig zu
Dann beginnt sie in einem der fünf Zimmer der Familienwohnung mit der Filter-Produktion. Um Reklame für ihre Erfindung zu machen, organisiert Melitta Bentz im Stil späteren Tupperware-Partys Kaffeekränzchen, bei denen sie den Damen Kaffeegenuss mit Hilfe ihres Wunderfilters verspricht.
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